Kriegswaffe Greuelpropaganda

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Greuelpropaganda ist seit vielen hundert Jahren ein Werkzeug der psychologischen Kriegführung: Es war stets nützlich, den Feind als grausamen, barbarischen Menschenfresser darzustellen, um die eigene Bevölkerung gegen ihn aufzuhetzen und die eigenen Truppen mit äußerster Bereitschaft in die Kampfhandlungen zu treiben – man denke nur an die Brutkastenlegende, die zum zweiten Irakkrieg mit der Beseitigung Sadam Husseins führte.

Insbesondere die Deutschen können, nicht erst seit der Kapitulation vom 8. Mai 1945, ein Lied von feindlicher Greuelpropaganda singen: So räumte Sefton Delmer, britischer Chefpropagandist im sog. zweiten Weltkrieg, nach Einstellung der Kampfhandlungen ganz offen die weitere Zielsetzung einer fortgesetzten psychologischen Kriegführung ein:

„Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen. Und nun fangen wir erst richtig damit an. Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern, bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, dass sie nicht mehr wissen, was sie tun.“

Das Ergebnis der Greuelpropaganda des sog. zweiten Weltkrieges können Deutsche heute in ihren Schul- und Geschichtsbüchern bewundern oder sich tage- und nächtelang als „Programm“ auf N24 anschauen. (Schaut wirklich noch jemand Fernsehen?)

Französische antideutsche GreuelpropagandaNicht erst seit 1914, also seit Beginn dieses hundertjährigen Weltkrieges, sondern bereits zuvor hatten deutsche Soldaten unter feindlicher Greuelpropaganda zu leiden. Dabei tat sich zunächst insbesondere der Erzfeind Frankreich hervor, jene „grande nation“, die Jahrhunderte hindurch immer wieder für verwüstete Landstriche und brennende Dörfer in deutschen Landen gesorgt hatte. Bis hin zu „menschenfressenden Bestien“ reichten die französischen Geschichten, die zunächst den Preußen und dann allen „Boche“, wie Franzosen die Deutschen abfällig nennen, angedichtet wurden. Einen interessanten Einblick in die Niedertracht französischer Greuelpropaganda bietet das Buch „Hassdichtung in Frankreich“ von Wolfgang Adler.

Die historische Wirklichkeit hat mit der Propaganda zum Glück nichts zu tun. Es hat seinen Grund, warum das Bild vom „bösen Deutschen“ etabliert wurde, auch wenn das Gegenteil der Fall ist: Lügen und Halbwahrheiten sollen das Schuldgefühl befeuern, jenes Schuldgefühl, das die Deutschen über Jahrzehnte hinweg ohnmächtig jede Schmach und Schande ertragen lässt: Menschenfressende, völkermordende Tiere müssen schließlich dankbar sein, dass man sie überhaupt noch leben lässt, nicht wahr? „Aus Lügen, die wir ständig wiederholen, werden Wahrheiten, die unser tägliches Leben bestimmen.“ wusste schon Georg Wilhelm Friedrich Schlegel.

Und deshalb spielt es für die meisten auch keine Rolle mehr, ob die deutsche Wehrmachtsführung bei der Belagerung Warschaus den polnischen Stadtkommandanten dreimal dazu aufgefordert hat, zu kapitulieren und bei dessen dritten „Nein“ darum bat, wenigstens die Frauen und Kinder aus der Stadt zu bringen. Auch das verneinten die Polen. Was darauf hin geschah nennt man Krieg und man darf feststellen, dass Napoleons Truppen 1807 nach Verneinung der Kapitulation ebenso wenig Rücksicht auf die Zivilisten Kolbergs nahmen wie deutschen Truppen dann 1939 auf die Bevölkerung Warschaus nahmen.

10 Gebote für die Kriegführung des deutschen SoldatenVon solchen Details der Geschichte lernen Deutsche nichts, denn es passt nicht in das offizielle Bild der menschenfressenden Deutschen. Nicht ohne Grund wurden bei der Gefangennahme eines deutschen Soldaten im sog. zweiten Weltkrieg als erstes die Seite mit den „10 Gebote für die Kriegführung des deutschen Soldaten“ von den Alliierten aus dem Soldbuch des Deutschen entfernt: Es würde nicht in das Bild passen, dass die Greuelpropaganda von den Deutschen verbreitet: Deutsche Humanität? Im Krieg? Unmöglich!

Jedenfalls, solange man die historische Wahrheit nicht kennt. Dabei liefert die Geschichte mannigfaltige Belege: So hielten die Preußen im Frankreich-Feldzug 1870/71 satte 1.500 Eisenbahnachsen mit Nahrung bereit, um die Pariser Bevölkerung im Fall der Kapitulation der Stadt versorgen zu können. Man verzichtete seitens der Armeeführung dafür eigens auf den Herantransport von schwerem Geschütz zur Beschießung der französischen Hauptstadt – die Eisenbahnkapazitäten waren wegen der Hilfsgüter schlicht erschöpft. (Quelle: Otto von Bismarck – Gedanken und Erinnerungen)

Der geneigte Leser darf sich folgende Frage stellen: Wie ist in nur knapp 70 Jahren aus ritterlich kämpfenden deutschen Armeen eine menschenverachtende und völkermordende Verbrechertruppe entstanden?

Einen Denkanstoß für die Antwort gibt Bundeskanzler Konrad Adenauer: „Ich weiß schon längst, daß die Soldaten der Waffen-SS anständige Leute waren“, rief Konrad Adenauer mit sicherem Blick auf das Reservoir der alten Soldaten. „Aber, solange wir nicht die Souveränität besitzen, geben die Sieger in dieser Frage allein den Ausschlag, so daß wir keine Handhabe besitzen, eine Rehabilitierung zu verlangen. Machen Sie einmal dem Ausland … deutlich, daß die Waffen-SS keine Juden erschossen hat, sondern als hervorragende Soldaten von den Sowjets gefürchtet war!“ (Quelle: Der Spiegel 11/1967)

Hinweise auf die Antwort liefert aber auch der Feind selbst, wenn er nicht gerade öffentlichkeitswirksam Greuelpropaganda betreibt:

So zum Beispiel der britische Feldmarschall Alanbrooke, der in seinem Kriegstagebuch zum sog. zweiten Weltkrieg notierte: „Die Deutschen sind ohne Frage die wunderbarsten Soldaten.“

Oder der britische Soldat, dessen Postkarte nach 72 Jahren ihr Ziel erreichte. Er berichtet aus deutscher Kriegsgefangenschaft: „Genug zu essen, keine Sorge, mir geht’s sehr gut. Ich vertraue darauf, bald zu euch zurückzukehren.“

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