Zeichen setzen: Preußen lebt!

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Zeichen setzen: Preußen lebt.

Seit nunmehr drei Jahren halte ich, wenn ich in den Provinzen Pommern und Brandenburg unterwegs bin, Ausschau nach preußischen Lebenszeichen. Doch obwohl dabei sicher einige tausend Kilometer zusammengekommen sind, sind die Anzeichen einer Bewußtwerdung oder gar eines aufkeimenden nationalen Stolzes sehr rar.

Einmal sah ich das Banner mit dem preußischen Adler wehen, der Mast stand mitten in einer großen Kleingartenkolonie. Ein anderes Mal wehte das Reichsbanner schwarz-weiss-rot im Format 150x90cm im Wind… doch Moment, das war gar nicht in Preußen sondern in Mecklenburg-Strelitz. Und als ich in einer kleinen preußischen Ortschaft einen winzigen Wimpel mit dem Reichskriegsbanner entdeckte, nahm ich allen Mut zusammen und suchte dessen Besitzer auf. Schnell stellte sich Ernüchterung ein, denn bei dem jungen Mann handelte es sich um einen Nationalsozialisten, der, weil die Symbole seiner Weltanschauung in der Öffentlichkeit bei Strafe verboten sind, auf die erlaubte Symbolik des Reiches zurückgriff – jedoch wohl eher aus Unwissenheit denn aus Bewußtsein.

Der schwarze Adler weht in der Provinz PommernDoch gerade neulich, da sah ich ihn wieder: Mitten in einer nicht eben kleinen Ortschaft im westlichen Pommern, gut sichtbar von der Bundesstraße, die ich befuhr, an einem 6 Meter Fahnenmast, der in ordentlich preußischer Manier vor dem Haus in den Boden gerammt war, wehte im Frühlingswind das weiß-schwarze Banner mit dem preußischen Adler. Leider war ich gerade auf dem Weg zu einem Termin, aber ich habe mir fest vorgenommen, diesem schwarzen Adler demnächst erneut einen Besuch abzustatten – um seinen Besitzer kennen zu lernen. Es ist offenkundig ein Preuße mit „Eiern“, denn in Zeiten massiver „Reichsbürger-Propaganda“ gehört schließlich einiges dazu, Flagge zu zeigen: Mut und Stolz gleichermaßen.

Ich denke zu wissen, was das bedeutet: Vor meinem Haus stehen seit drei Jahren zwei 6-Meter-Fahnenmasten, an einem weht das Reichsbanner schwarz-weiss-rot, an dem anderen der schwarze Adler Preußens, beide Banner im Großformat 250x150cm. Zugegeben, mein Wohnort ist nur eine kleine Ortschaft und hier herrscht ganz sicher auch weit weniger Verkehr als an einer Bundesstraße. Und dennoch ist es mir ein Bedürfnis, das Zeichen zu setzen: Hier lebt ein Preuße. Und weil hier noch ein Preuße lebt, lebt auch Preußen und lebt auch das Deutsche Reich noch.

Seit drei Jahren warte ich nun auf den Tag, an dem es an meiner Tür klingelt, weil ein Preuße oder ein Deutscher meine Zeichen zum Anlass genommen hat, mich kennen lernen zu wollen. Vergeblich. Bislang hat mich nur eine einzige Nachbarin einmal verstohlen gefragt, was das für eine schwarz-weiss-rote Fahne ist, die bei mir weht. Meine knappe Antwort „Das ist Banner des handlungsunfähigen deutschen Gesamtstaates.“ genügte ihr, nicht weiter darüber zu sprechen oder weiter nachzufragen. So sind sie, die deutschen Menschen des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Ich bin nicht so. Wenn ich das Haus verlasse, trage ich einen Pin mit dem preußischen Adler. Man weiss ja nie, wen heute man trifft.

Zugegeben: In meiner Gegend bin ich ein Sonderling, tatsächlich mal tatsächlich ein „Einzelfall“, denn im Umkreis von 60km ist mir kein anderer Deutscher bekannt, der genügend Mut und Stolz besitzt, die Banner der Väter wehen zu lassen – weder im Klein- noch im Großformat. Ein bekanntes Phänomen der Massenpsychologie ist „Der Glaube, dass die Mehrheit Recht hat“. Das ist der Grund, warum Massenmedien stets manipulativ den Mehrheitsbegriff verwenden: Mit der simplen zusammengelogenen Schlagzeile „Die Mehrheit der Deutschen liebt die Kanzlerin“ verbreiten sie den Glauben, dass dem wirklich so sei.

Man kann sich leider kaum vorstellen, welche Wirkung es hätte, wenn mehr Preußen und Deutsche den Mut aufbrächten, die Zeichen Preußens und/oder des Deutschen Reiches, des wahren Deutschlands, zu zeigen. Ja, wie würde es sich wohl auf die Psyche der Masse auswirken, wenn plötzlich in jedem Ort ein Fahnenmast stünde, der weithin symbolisiert: Auch hier lebt noch ein Preuße und Deutscher. Ganz klar: Bei der Masse müssten sich irgendwann Zweifel einstellen. Zweifel an einer unnachgiebigen Propaganda, die da sagt: Das Reich ist untergegangen, Preußen existiert nicht mehr. „Die Rechte von Staaten können nur durch die lebendige Macht behauptet werden.“ sagte ein kluger Preuße des neunzehnten Jahrhunderts. Diese lebendige Macht sind wir.

„In schwankender Zeit gilt es, das Seine zu behaupten.“ Goethes Worte sollen uns eine Mahnung sein. Preußen dürfen keinen Zweifel daran lassen, dass sie gewillt sind, das Ihre zu behaupten: Sag, kennst Du das Lied der Preußen?

Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben?
Die Fahne schwebt mir weiß und schwarz voran.
Daß für die Freiheit meine Väter starben,
Das deuten, MERKT ES!, meine Farben an.
Nie werd ich bang verzagen,
Wie jene will ich’s wagen!
Sei’s trüber Tag, sei’s heitrer Sonnenschein,
Ich bin ein Preuße und will ein Preuße sein.

Übrigens: Entgegen einem sehr weitläufig vebreiteten Irrglauben ist das Reichsbanner schwarz-weiss-rot kein verbotenes Symbol, ebenso wenig sind die Banner Preußens und der anderen Bundesstaaten verboten. Wer will uns das auch verbieten, außer die eigene Angst vor der Meinung der Nachbarn? Doch, wie heißt es schön: „Man ist erst wirklich frei, wenn einen die Meinung anderer über die eigene Person nicht mehr interessiert.“

Darum möchte ich heute einen Appell verbreiten: Setzt Zeichen und hisst die stolzen Banner unserer Väter. Dann komme ich euch vielleicht sogar besuchen. Und lasst die Leute reden, sie haben schließlich nichts Besseres zu tun. Spätestens, wenn überall wieder die Banner wehen, werden auch sie buchstäblich ihr Fähnchen in den Wind schwenken. Aber insgeheim werden sie sich dann schämen – für die eigene Dummheit und Ignoranz, die sie solange an den Tag gelegt haben.

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